Marktsystem  (Erläuterungen)

Externe Effekte

 

Mit externen Effekten werden Auswirkungen einer Aktivität auf andere Aktivitäten gemeint, die nicht unmittelbar an diesem Prozess beteiligt sind.

 

Externe Kosten

Ein Haus wird mit dem Verbrennen von Heizöl geheizt, dann wird CO2 ausgestossen. Wie wir heute wissen, weil wir dies messen können, ist ein zu hoher CO2-Ausstoss für die Umwelt schädlich. Es entstehen soge-nannte externe Kosten. Es wird dann versucht, diese externen Kosten durch eine Abgabe auf dem CO2-Ausstoss dem Verursacher zu belasten. Soweit dies gelingt, werden die externen Kosten internalisiert. Heizen mit Heizöl wird teurer und die Nachfrage nach Heizöl geht zurück, sofern die Anzahl Heizungen beispielsweise wegen Bevölkerungswachstum nicht zunimmt.

  

Externe Erträgen

Wenn der Nachbar aus Freude einen schön blühenden Rosengarten pflegt und wir uns auch daran erfreuen, dann entsteht ein externer Ertrag. Ein externer Ertrag entsteht auch, wenn der Entwickler eines neuen Gerätes, die entscheidende Idee beim Besuch eines andern Entwicklers holt, der an der gleichen Erfindung arbeitet. Der Besucher übernimmt die Idee und setzt sie um. Der eigentliche Erfinder hatte möglicherweise einen grossen Aufwand gehabt, um zu diesen Erkenntnissen zu gelangen. Der Besucher zieht den Nutzen daraus. Zum Schutz der Erfinder und auch als Anreiz für neue Erfindungen ist die rechtliche Regelung, Erfindungen patentieren zu lassen, eingeführt worden. Mit einem Patent wird dem Er-finder das Recht erteilt, das Ergebnis seiner Erfindung während einer be-schränkten Anzahl von Jahren exklusiv zu vermarkten.