Marktsystem  (Erläuterungen)

Wettbewerb

 

Ein zentrales Element der Marktwirtschaft in der Schweiz ist der Wettbe-werb und zwar der Leistungswettbewerb. Dies gilt sowohl für Nachfrager als auch für Anbieter von Ressourcen, Produkten und Dienstleistungen. Dienstleistungen werden beispielsweise auch durch jene Menschen ange-boten, die eine Stelle oder einen Auftrag auf dem freien Markt suchen.

 

Leistungswettbewerb

Vereinfacht kann der wirtschaftliche Leistungswettbewerb folgender-massen veranschaulicht werden: Wenn zwei oder mehr Anbieter ein Pro-dukt oder eine Dienstleistung von bestimmter Qualität anbieten, dann soll jener zum Zuge kommen, der dies kostengünstiger tut. Wenn zwei oder mehr Nachfrager ein Produkt oder Dienstleistung von bestimmter Qualität nachfragen, soll jener diese erhalten, der den höchsten Preis dafür be-zahlt. Dadurch soll die Selektion der Fähigsten, der besten Produkte und Dienstleistungen erfolgen.

 

Entdeckungsverfahren

Durch den wirtschaftlichen Wettbewerb zwischen den Unternehmungen werden ständig neue Möglichkeiten durch Versuch und Irrtum erkundet. In diesem Prozess, dem Wettbewerb, werden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen angespornt, durch Suchen, Imitation und Innovation sich nachhaltig weiterzuentwickeln und im Markt zu bestehen. 

 

Zusammenfassend werden in der Schweiz dem Wettbewerb drei Funk-tionen zugeordnet:

 

1.) Lenkungsfunktion

Der Wettbewerb zwingt die Anbieter, ein Angebot bereitzustellen, welches den Präferenzen der Konsumenten entspricht.

 

2.) Anreizfunktion

Der Wettbewerb spornt die Marktteilnehmer in ihrem Bemühen um Markt-anteile zu effizienter Produktion an.

Der Wettbewerb regt Unternehmer dazu an, durch technischen Fortschritt kostengünstigere Produktionsmethoden einzuführen und neue und bes-sere Produkte anzubieten.

 

3.) Kontrollfunktion

Der Wettbewerb soll auf den verschiedenen Märkten, wie beispielsweise dem Arbeitsmarkt, zu einer leistungsgerechten Einkommensverteilung führen.

Der Wettbewerb stellt ein wirksames gesellschaftliches Verfahren zur Begrenzung und Kontrolle der wirtschaftlichen Macht dar. Wenn beispiels-weise ein Mieter unter mehreren Anbietern von Wohnungen auswählen kann, hat der einzelne Anbieter weniger Macht, als wenn der Mieter nur einem Anbieter gegenüber stehen würde. Dadurch kommt der Mieter in der Regel in den Genuss einer tieferen Miete.