Marktsystem  (Erläuterungen)

Märkte

 

Märkte sind Bereiche in denen sich Anbieter von Produkten und Dienst-leistungen mit Nachfragern treffen.

 

Die Nachfrager streben nach Befriedigung ihrer Bedürfnisse und müssen dabei auf ihre Einkommens- und Vermögenssituation achten. Diese Nach-frage erzeugt ihrerseits über die Unternehmer eine Nachfrage nach Pro-duktionsfaktoren, um die für den Endverbrauch nachgefragten Güter und Dienstleistungen bereitzustellen.

 

Die Anbieter orientieren sich am Markt, an den Erwartungen über die künftige Marktentwicklung, d.h., auch an der Entwicklung der Bedürfnisse der Nachfrager und deren Einkommens- und Vermögensverhältnisse, der Aktionen der Konkurrenten, der politischen Entwicklungen und staatlichen Eingriffe. Sie müssen Mitarbeiter gewinnen sowie die notwendigen finanz-iellen und materiellen Mittel beschaffen. Sie gehen bei ihrer Tätigkeit Risiken ein, aus denen Verluste resultieren können, und nehmen Chancen wahr, die ihnen Gewinne bescheren können. 

 

Die Märkte sind ein Hilfsmittel, damit Güter und Dienstleistungen durch die Anbieter effizient und effektiv hergestellt und den Nachfrager zugeteilt werden. Wie bereits in der Einleitung dargelegt wird, haben Märkte Schwächen und Unvollkommenheiten. Sie sind beispielsweise blind ge-genüber Gerechtigkeit. Es herrscht der Leistungswettbewerb. Behinderte oder sozial schwächere Menschen werden benachteiligt. Mit der Umwelt wird nicht automatisch schonend umgegangen. Ressourcen werden nicht nachhaltig genutzt. Deshalb können Märkte nicht sich selber überlassen werden. Der Gesetzgeber muss Regeln für die Akteure auf den Märkten festlegen. Beim Ausarbeiten dieser Regeln sollten die jeweils neuesten Erkenntnisse der Ökonomen über die Funktionsweise der Märkte berück-sichtigt werden.